Wallet-Funktion

Innerhalb des Add-Ons „Digitale Visitenkarte (NFC)“ kann die Nutzung eines Wallets aktiviert werden. Ist diese Funktion aktiv, wird auf der NFC-Profilseite der Download einer Wallet-Datei (PKPass) angeboten. Die Konfiguration hierfür erfolgt über die Bearbeitung eines NFC-Templates in der Administration und umfasst folgende Schritte:

1. Allgemeine Konfiguration

Option

Beschreibung / Beispielwerte

Bezeichnung

Name der Konfiguration, z.B. „Test-Konfiguration“

Ausstellende Organisation

Name der Organisation, z.B. „Beispielunternehmen“

Team-ID des Entwicklers
(für Apple-Wallets zwingend erforderlich)

Entwickler-Team-ID, z.B. „DEV1234-TEST“

p12-Zertifikatsdatei

Auswahl der p12-Zertifikatsdatei

Passwort des Zertifikats

Passwort für die p12-Zertifikatsdatei

Damit die erzeugten Passdateien im Wallet auf Apple-Geräten akzeptiert werden, muss ein offizielles Zertifikat aus dem „Apple Developer“-Portal erzeugt und genutzt werden.

Informationen zum Logoupload

Grundsätzlich ist eine .pkpass-Datei das Format für digitale Karten im Apple Wallet. Damit das Erscheinungsbild auf allen iPhone-Displays scharf bleibt, benötigt jede Karte mehrere Versionen der Bilddateien in unterschiedlichen Auflösungen. In jeder Wallet-Karte können Bilddateien mit demselben Namen, aber unterschiedlicher Auflösung enthalten sein:

Datei

Informationen zur Auflösung

Empfohlene Größe (Breite × Höhe)

Verwendung

logo.png (erforderlich)

Standardauflösung

160 × 50 px

für ältere Geräte oder einfache Displays

logo@2x.png (erforderlich)

Retina-Auflösung

320 × 100 px

für die meisten aktuellen iPhones

logo@3x.png (empfohlen)

Super-Retina-Auflösung

480 × 150 px

für neueste iPhones mit höherer Pixeldichte

Apple erkennt automatisch, welche Variante verwendet wird. Es ist daher nicht erforderlich, die Dateien einzeln zu konfigurieren – die Erkennung erfolgt anhand des Suffixes @2x bzw. @3x.

Dateiformat und Anforderungen

Eigenschaft

Empfehlung

Dateityp

PNG

Hintergrund

Transparent

Farbraum

RGB

Benennung

exakt: logo.png, logo@2x.png, logo@3x.png (Kleinbuchstaben, ohne Leerzeichen) – darum kümmert sich die PRINT LOUNGE selbst beim Upload der Dateien

Dateigröße

Möglichst kompakt (< 200 KB pro Datei)

Das Motiv sollte in allen Auflösungen identisch sein, kontraststarke, klare Logos funktionieren besser als detailreiche Motive. Bei dunklen Wallet-Hintergründen empfiehlt sich eine helle oder neutrale Variante. Die kleineren Varianten sollten direkt aus der 3x-Datei erstellt und exportiert werden, um konsistente Qualität zu gewährleisten. Es sollten keine feinen Linien oder Schriften verwendet werden, die bei kleineren Größen unleserlich wirken.

2. Grafische Eigenschaften des Passes

Option

Beschreibung / Beispielwerte

Hintergrundfarbe

Farbe des Hintergrunds des Passes, z.B. „#FFFFFF“

Vordergrundfarbe

Farbe der Vordergrundelemente des Passes, z.B. „#000000“

Farbe der Labels

Farbe der Beschriftungen auf dem Pass, z.B. „#FF0000“

3. Daten und Inhalte des Passes

Alle Daten sind in jedem erstellten Pass unterschiedlich. Sie können über die bereitgestellten Parameter und ein Smarty-Template individuell zusammengesetzt werden.

Option

Beschreibung / Beispielwerte

Eindeutige Seriennummer (optional)

Eine eindeutige Nummer für jeden Pass, z.B. „12345678“

Innerhalb der Inhalte eines Felder können Smarty-Befehle verwendet werden. Die Variable personalizationData enthält alle Daten der Personalisierung, bspw. gibt {$personalizationData['firstname']} den Inhalt der Personalisierungsvariable “Firstname” aus.

Primäre Felder

Primäre Felder werden prominent auf dem Pass angezeigt.

Sekundäre Felder

Sekundäre Felder werden unterhalb der primären Felder auf dem Pass angezeigt.

Zusätzliche Felder

Zusätzliche Felder werden am unteren Rand des Passes angezeigt.

Felder der Rückseite

Die Felder auf der Rückseite werden auf der zweiten Seite des Passes angezeigt.

Für alle Felder stehen folgende Konfigurationsmöglichkeiten zur Verfügung:

Option

Beschreibung / Beispielwerte

Bezeichner

Name des Feldes, z.B. „name“

Labeltext

Text, der auf dem Pass angezeigt wird, z.B. „Name“

Feldwert

Wert des Feldes, z.B. „Max Mustermann“

Textausrichtung

Ausrichtung des Textes, z.B. „Links“

Anleitung zur Erstellung einer Zertifikatsdatei über einen Apple Developer Account

Schritt 1: Passtypkennung registrieren

  • Im Apple Developer Account anmelden.

  • Zu Certificates, Identifiers & Profiles navigieren.

  • In der Seitenleiste auf Identifiers klicken.

  • Oben links auf die Schaltfläche zum Hinzufügen (+) klicken.

  • Pass Type IDs aus der Liste auswählen.

  • Eine Beschreibung und eine Kennung eingeben und dann auf Continue klicken.

  • Einstellungen überprüfen und auf Register klicken.

Schritt 2: Zertifikat für die Passtyp-ID erstellen

  • Zurück zu Certificates, Identifiers & Profiles gehen und in der Seitenleiste auf Certificates klicken.

  • Oben links auf die Schaltfläche zum Hinzufügen (+) klicken.

  • Unter Services die Option Pass Type ID Certificate auswählen und dann auf Continue klicken.

  • Optional: Eine Beschreibung für das Zertifikat eingeben.

  • Auf Create Pass Type ID klicken, die Beschreibung und die Kennung eingeben und dann auf Continue klicken.

  • Den Anweisungen zum Erstellen einer Zertifikatsignaturanforderung (CSR) folgen.

  • Auf Choose File klicken und die Zertifikatanforderungsdatei (mit der Erweiterung .certSigningRequest) auswählen.

  • Auf Continue klicken.

  • Auf Download klicken, um die Zertifikatsdatei (mit der Erweiterung .cer) herunterzuladen.

Schritt 3: Zertifikat exportieren

  • Die heruntergeladene Zertifikatsdatei (.cer) durch Doppelklick öffnen, um sie im Schlüsselbund zu installieren.

  • Die Schlüsselbundverwaltung auf dem Mac öffnen.

  • Das installierte Zertifikat unter Meine Zertifikate suchen.

  • Mit der rechten Maustaste auf das Zertifikat klicken und Exportieren auswählen.

  • Das Format .p12 wählen und ein Passwort eingeben, um die Datei zu schützen.

  • Die exportierte Datei an einem sicheren Ort speichern.

Anleitung zur Erstellung einer p12-Zertifikatsdatei (nativ)

Eine p12-Zertifikatsdatei (auch als PKCS#12-Datei bekannt) wird verwendet, um ein Zertifikat und den zugehörigen privaten Schlüssel in einer einzigen Datei zu speichern. Diese Datei kann dann zur sicheren Übertragung und Speicherung von Zertifikaten verwendet werden. Hier sind die Schritte zur Erstellung einer p12-Zertifikatsdatei:

Schritt 1: Installation von OpenSSL

OpenSSL ist ein Werkzeug, das zur Erstellung von Zertifikaten verwendet wird. Es muss zuerst auf dem Computer installiert werden.

  • Windows: OpenSSL von der offiziellen Website herunterladen und installieren. Den Anweisungen auf der Website folgen.

  • Mac: Das Terminal öffnen und den folgenden Befehl eingeben:

  • Linux: OpenSSL ist normalerweise bereits installiert. Falls nicht, kann es mit dem Paketmanager der Distribution installiert werden, z.B.:

Schritt 2: Erstellung eines privaten Schlüssels

Der private Schlüssel ist ein wichtiger Teil des Zertifikats. Er wird zur Erstellung und Signierung des Zertifikats verwendet.

  1. Das Terminal (Mac/Linux) oder die Eingabeaufforderung (Windows) öffnen.

  2. Den folgenden Befehl eingeben, um einen privaten Schlüssel zu erstellen:

    Dieser Befehl erstellt eine Datei namens private.key, die den privaten Schlüssel enthält.

Schritt 3: Erstellung einer Zertifikatsignieranforderung (CSR)

Eine CSR ist eine Datei, die Informationen über den Benutzer und die Domain enthält. Sie wird zur Erstellung des Zertifikats verwendet.

  1. Den folgenden Befehl eingeben:

  2. Es werden einige Informationen abgefragt, wie z.B. das Land, der Staat, die Organisation usw. Diese Informationen eingeben.

Schritt 4: Erstellung des Zertifikats

Normalerweise wird das Zertifikat von einer Zertifizierungsstelle (CA) erstellt. Für Testzwecke kann jedoch auch ein selbstsigniertes Zertifikat erstellt werden.

  1. Den folgenden Befehl eingeben:

    Dieser Befehl erstellt eine Datei namens certificate.crt, die das Zertifikat enthält.

Schritt 5: Erstellung der p12-Zertifikatsdatei

Jetzt, da der private Schlüssel und das Zertifikat vorliegen, kann die p12-Datei erstellt werden.

  1. Den folgenden Befehl eingeben:

  2. Es wird ein Passwort für die p12-Datei abgefragt. Dieses Passwort merken, da es später zum Importieren der Datei benötigt wird.

Schritt 6: Überprüfung der p12-Datei

Um sicherzustellen, dass die p12-Datei korrekt erstellt wurde, kann sie überprüft werden.

  1. Den folgenden Befehl eingeben:

  2. Das Passwort eingeben, das im vorherigen Schritt festgelegt wurde. Nach der Eingabe des Passworts sollten die Details der p12-Datei angezeigt werden.